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Dr. med. Christian Merkel 03.12.2021

Haarausfall in den Wechseljahren: Ursachen und Möglichkeiten der Behandlung

Beginn einer neuen Lebensphase. Der Körper verändert sich. Ab Mitte 40 kommen Frauen nach und nach in die Wechseljahre. Die Regel bleibt aus und der Spiegel der weiblichen Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen verändern sich. Hitzewallungen und Schweißausbrüche können Begleiterscheinungen der Veränderung sein. Und Haarausfall. Wir sagen Ihnen in diesem Beitrag, wie Sie dem entgegenwirken können und was bei Haarausfall wirklich hilft.

Nicht nur Frauen, sondern auch Männer bemerken in den Wechseljahren häufig Veränderungen. Wir sagen Ihnen, wie sich diese äußern und was Mann und Frau tun kann, wenn die Haare lichter werden.

Wechseljahre: Was passiert im Körper?

Die Wechseljahre sind keine Krankheit. Sie stellen vielmehr einen neuen Lebensabschnitt dar. Dieser bringt Veränderungen mit sich, die zum Teil unangenehme Folgen haben. Allerdings ist nicht jeder Mensch gleich davon betroffen; hier gibt es ganz individuelle Verläufe dieser Lebensperiode.

Frauen

Ein Drittel aller Frauen kommt gut mit den Wechseljahren zurecht und leidet kaum unter den Begleiterscheinungen dieser Lebensphase. Allerdings sind zwei Drittel der Frauen etwas stärker betroffen. Die Eierstöcke produzieren im vierten Lebensjahrzehnt einer Frau weniger Geschlechtshormone, der Eisprung bleibt häufiger aus. Die Monatsblutungen kommen unregelmäßiger vor und bleiben schließlich ganz aus. Bis zur letzten Blutung vergehen einige Jahre, meist sind die Frauen in Deutschland rund 50 Jahre alt, wenn die Wechseljahre und die Veränderung für den Körper abgeschlossen sind.

Typische Beschwerden während der Wechseljahre sind:

  • Hitzewallungen
  • Schweißausbrüche
  • Nachtschweiß

Diese Symptome sind meist über einen Zeitraum von fünf Jahren festzustellen, sie lassen allerdings in vielen Fällen auch schnell wieder nach und sind mit Ende der Wechseljahre vergessen. Während der Wechseljahre treten sie häufig sehr plötzlich auf.

Weitere Begleiterscheinungen können unter anderem sein:

Schlafstörungen: Gestörte Nachtruhe, oft in Verbindung mit Hitzewallungen, wird häufig von Betroffenen beklagt. Die damit einhergehende Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind meist ebenfalls sehr nervig für Betroffene.

Stimmungsschwankungen: Verstimmungen und Antriebslosigkeit gehören auch zu den Symptomen. Ebenso wie innere Unruhe und Unausgeglichenheit.

Gewichtszunahme: Frauen werden häufig fülliger, was die Psyche von vielen Betroffenen beeinflusst. Es verringert sich außerdem die Muskelmasse.

Haarverlust: Nur in seltenen Fällen fallen die Haare Frauen in gleicher Weise aus wie Männern, aber dass die Haare von Frauen dünner werden, ist nicht ungewöhnlich in dieser Lebensphase.

Männer

Ungefähr die Hälfte aller Männer klagt ab einem Alter über 50 über Wechseljahrbeschwerden. Bei ihnen nimmt im Körper die Menge des Sexualhormons Testosteron ab. Hinzu kommt eine Verringerung der Geschlechtshormone Dehydroepiandrosteron und Dehydroepiandrosteronsulfat. Wie auch bei Frauen unterliegen die Konsequenzen großen Unterschieden. Nicht jeder Mann verspürt die gleichen Symptome in der gleichen Stärke.

Folgende Symptome sind häufig bei Männern ab 50 während der Dauer der Wechseljahre:

  • Verminderte Sexualfunktion und verminderte Lust
  • Erektionsprobleme
  • Zunahme des Bauchfetts
  • Leistungsabfall
  • Abnahme der Knochendichte

Ein weiteres Problem für Männer: Haarausfall. Wer in dem Alter noch immer recht volles Haar hat, erlebt nicht selten einen Rückgang des Haaransatzes oder eine allgemeine Ausdünnung der Haare. Die Angst vieler Männer ist groß, dass die Haare komplett ausfallen – das ist allerdings nicht immer der Fall. Belastend für die Psyche der Männer ist es jedoch in vielen Fällen trotzdem.

Was Sie gegen Haarverlust in den Wechseljahren tun können

Pflege:

Die richtige Pflege für Ihre Haare ist immer wichtig, nicht nur in den Wechseljahren. Wenn Sie bislang keine Probleme mit Haarausfall gehabt haben, sollten Sie Ihre Haare so weiter pflegen wie bisher. Waschen Sie Ihre Haare regelmäßig mit Produkten, die für Ihren Haartyp geeignet sind. Nicht zu oft, aber regelmäßig, um die Haare perfekt zu pflegen, aber nicht überzustrapazieren.

Waschen Sie Gels und Haarspray restlos aus und föhnen Sie nicht zu häufig, da die Haare sonst spröde werden können. Das Abtrocknen sollten Sie behutsam angehen, reiben Sie keinesfalls zu fest.

Ernährung:

Unsere inneren Organe, unsere Haut und auch unsere Haare – unser Körper reagiert auf unsere Ernährung.  Eine vitaminreiche Ernährung ist gesund und kann sich auch positiv auf den Haarwuchs auswirken. Verzichten Sie daher weitestgehend auf zu fettige Speisen, zu viele Süßigkeiten und am besten generell auf Alkohol und Zigaretten. Ihre Haare werden es Ihnen danken – erst recht in fortschreitendem Alter. Eine Ernährung reich an Eisen, Kalium, Kalzium und den Vitaminen E, B1, B5, C und D sind entscheidend.

Stress reduzieren & aktiv bleiben:

Auch Stress kann ein Grund für Haarausfall sein. Versuchen Sie diesen zu minimieren und sorgen Sie für einen Ausgleich, etwa durch Sport – hier bieten sich Entspannungsübungen aus dem Yoga und Tai-Chi an. Aber auch Ausdauersport wie Joggen oder Radfahren können wahre Wunder bewirken.

So kann Ihnen das HAARZENTRUM AN DER OPER in München helfen

Wir sind spezialisiert auf die Behandlung von Haarausfall. Wir helfen Ihnen – ganz unabhängig davon, ob Sie noch jung sind und früh Ihre Haare verlieren, oder Sie während der Wechseljahre unter Haarverlust leiden. Wir bieten sowohl minimal-invasive Therapien wie die PRP-Eigenblutbehandlung, Mesotherapie oder auch Haartransplantationen an. Kontaktieren Sie uns für ein erstes Beratungsgespräch und eine individuelle Begutachtung Ihrer persönlichen Haarsituation.

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Wie Sie Haarausfall vorbeugen oder wirksam behandeln