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Dr. med. Christian Merkel 27.07.2018

Haarausfall – Reine Männersache?

Haarausfall – Reine Männersache? – Haarzentrum an der Oper

Bei akutem Haarausfall denken die meisten direkt an ein rein männlichen Problem, weisen doch viele Männer – die einen früher, die anderen später – lichte Stellen am Hinterkopf, sogenannte Geheimratsecken oder eine vollständige Glatze auf. Doch auch Frauen können von vermindertem Haarwuchs oder Haarausfall betroffen sein.

Gleiches Problem – andere Ursachen?

Beinahe 80% aller Männer leiden irgendwann in ihrem Leben unter genetisch bedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie). Diese erbliche Schwächung der Haarfollikel äußert sich in nachlassendem Haarwuchs am Hinterkopf und den Geheimratsecken. Deutlich seltener tritt diese Form des Haarverlustes bei Frauen auf. Erkennbar ist sie in einer Ausdünnung des Scheitels und Stirnbereichs.

Viel häufiger liegt die Ursache für weiblichen Haarausfall in einer hormonellen Störung oder in unterschiedlichen Erkrankungen.

Bedingt durch Schwangerschaften, Medikamenteneinnahme oder die Anti-Baby-Pille kann sich der Hormonhaushalt im Körper drastisch verändern und in der Folge zu einer Schwächung der Haarwurzeln führen.

Aber auch regelmäßiger Stress, falsche Ernährung, Nikotinkonsum oder eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse können mögliche Auslöser sein.

Die meisten Gründe einer Alopezie lassen sich nach erfolgter Diagnose erfolgreich behandeln. Neben speziellen Medikamenten zur Ursachenbekämpfung reicht in vielen Fällen „nur“ eine Vermeidung des für den Haarausfall verantwortlichen Auslöser sowie die Stärkung des Haares mittels Nährstoffen und Pflegeölen. Die Konsultierung eines Facharztes ist in jedem Fall empfehlenswert, denn nur so kann eine passende Behandlung festgelegt werden.

Haarausfall durch Zugkraft – Traktionsalopezie

Nicht immer muss die Ursache ausfallender Haare in einer genetischen, hormonellen oder krankhaften Komponente gesucht werden. Einige Frauen tragen unbewusst selbst Schuld – mit der falschen Frisur. Oft zu Zöpfen geflochtenes oder einem strengen Dutt aufgestecktes Haar steht unter enormer Spannung. Diese schaden unmittelbar den Haarwurzeln und der Kopfhaut. Wer also ständig feste Haarknoten und Pferdeschwänze trägt, setzt sich einem erhöhten Risiko für lichte Stellen aus. Eine Behandlung kann mit einer Haartransplantation oder auch mit nichtchirurgischen Verfahren wie der Mesotherapie erfolgen.

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Wie Sie Haarausfall vorbeugen oder wirksam behandeln