Platelet-Rich Fibrin (PRF) kann bei diversen Ursachen von Haarausfall helfen – wenn es frühzeitig eingesetzt wird. Egal ob bei Männern oder Frauen, Haarausfall wird zu einem immer häufiger vorkommenden Problem unserer Patientinnen und Patienten im HAARZENTRUM AN DER OPER. Die Ursachen reichen von Stress über hormonelle Umstellungen bis hin zu erblicher Vorbelastung. Eine PRF-Behandlung kann mit rein körpereigenen Wachstumsfaktoren und Co. effektiv gegensteuern.
Definition
Was ist eine PRF-Behandlung für die Haare?
PRF ist die Abkürzung für Platelet-Rich Fibrin – englisch für plättchenreiches Fibrin, das aus Eigenblut gewonnen wird. Das thrombozytenreiche Fibrin enthält hochkonzentrierte Wachstumsfaktoren, Exosome und Botenstoffe bzw. Biostimulatoren, welche die Regeneration der Haarfollikel fördern.
Nicht zu verwechseln mit der PRP-Behandlung: Während bei der PRP-Therapie plättchenreiches Plasma aus dem Eigenblut der Patientinnen und Patienten gewonnen wird, nutzt die PRF-Behandlung thrombozytenreiches Fibrin – ganz ohne zugesetzten Gerinnungshemmer. Dies sorgt dafür, dass auf körperfremde Zusätze gänzlich verzichtet werden kann, was die Behandlung besonders gut verträglich macht. Mittels Mini-Injektionen in die betroffene Kopfhautregion eingebracht, kurbelt PRF die Durchblutung und damit Nährstoffversorgung an, unterstützt die Regeneration der Haarwurzel und führt so zu einem stärkeren Haarwuchs und dichterem Haar.
Erfahrungen
Zufriedene Patienten
Methode
Für wen ist die Methode geeignet?
Eine PRF-Eigenbluttherapie kann bei leichtem bis moderatem Haarausfall angewendet werden. Wichtig für den Erfolg ist, den Haarausfall frühzeitig zu behandeln. Sie kann bei androgenetischem Haarausfall, diffusem Haarausfall aufgrund von falscher Ernährung, Stress oder hormoneller Veränderungen oder auch als ergänzende Maßnahme nach einer Haartransplantation eingesetzt werden. Präventiv wirkt PRF bei erblich bedingtem Haarausfall. Wird das Haar dünner, können die körpereigenen Wachstumsfaktoren für mehr Fülle und dickeres Haar sorgen.
Ablauf
Wie läuft die PRF-Eigenbluttherapie bei Haarausfall ab?
Die PRF-Behandlung erfolgt in mehreren Schritten:
Blutabnahme: Zunächst wird Blut abgenommen, das anschließend in einer speziellen Zentrifuge verarbeitet wird.
Zentrifugieren: Dabei werden die Bestandteile des Bluts voneinander getrennt, sodass thrombozytenreiches Fibrin (PRF) isoliert werden kann.
Injektion: Das PRF wird dann mittels kleinster Injektionen in die Kopfhaut eingebracht. Je nach Größe des zu behandelnden Areals dauert die gesamte Sitzung zwischen 30 und 60 Minuten.
Für optimale Ergebnisse empfehlen wir mehrere Sitzungen im Abstand von ein bis zwei Monaten. Die genaue Anzahl hängt vom individuellen Haarzustand und der individuellen Erwartungshaltung ab. Bis zu 24 Stunden nach der Behandlung sollte auf Haarewaschen verzichtet werden, bis zu 48 Stunden auf Sport, Sauna und Solarium.
Ergebnis
Welche Resultate sind möglich?
Im Vergleich zu einer PRP-Behandlung entfaltet sich bei PRF-Injektionen die Wirkung etwas verzögerter. Das liegt daran, dass die Wachstumsfaktoren langsamer freigesetzt werden, um damit den natürlichen Regenerationsprozess der Kopfhaut zu unterstützen. Die Ergebnisse entwickeln sich schrittweise über mehrere Wochen und Monate, zeigen sich im Endergebnis aber nachhaltiger als bei einer PRP-Behandlung. Der maximale Effekt stellt sich meist nach drei bis sechs Monaten ein.
Ausfallzeiten
Muss mit Ausfallzeiten gerechnet werden?
Nein. Lediglich die Einstichstellen können direkt nach der Behandlung etwas gerötet oder geschwollen sein. Wie bei jeder Injektion sind kleine Blutergüsse möglich.
Risiken
Sind Risiken und Komplikationen bekannt?
Da ausschließlich körpereigene Substanzen zum Einsatz kommen, ist das Risiko für eine allergische Reaktion oder eine Abstoßungsreaktion sehr gering. PRF gilt als besonders schonend. Lediglich leichte Rötungen und Schwellungen können unmittelbar nach der Anwendung auftreten. Wird die Behandlung von erfahrenem Fachpersonal durchgeführt, lassen sich Risiken auf ein Minimum reduzieren.
Kosten
Was kostet eine PRF-Behandlung?
Die Kosten können variieren. Sie hängen vom Umfang der Behandlung, den individuellen Bedürfnissen des Patienten oder der Patientin sowie den angestrebten Ergebnissen ab. Da jeder Fall einzigartig ist, werden die Kosten sorgfältig auf Basis dieser individuellen Faktoren bestimmt.
Unsere oberste Priorität ist es, Ihnen eine transparente und faire Kostenaufstellung anzubieten. Nach einer ausführlichen Beratung und einer gründlichen Untersuchung des Behandlungsareals erstellen wir Ihnen gerne ein maßgeschneidertes Angebot, sodass Sie keine versteckten Gebühren befürchten müssen.
Häufige Fragen zur PRF-Behandlung für die Haare
Kann PRF auch bei Schuppen angewendet werden?
Das hängt von Ursache und Schweregrad der Schuppen ab. Bei trockener Kopfhaut spricht nichts dagegen, da die PRF-Behandlung nebenbei auch das Kopfhautmilieu verbessert. Bei fettigen Schuppen oder einer Pilzerkrankung muss zunächst die Kopfhaut behandelt werden, bis Entzündungen und Pilzbefall abgeklungen sind.
Kann man PRF auch mit anderen Behandlungen kombinieren?
Absolut. Sinnvolle Kombinationen wären zum Beispiel mit einem Microneedling, einer Mesotherapie oder Lasertherapie sowie mit medizinischen Haarwuchsmitteln.
Wie bereite ich mich auf eine PRF-Behandlung vor?
Werden blutverdünnende Medikamente eingenommen, sollte hier vor der Behandlung Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden. Am Tag der Behandlung sind Alkohol und Nikotin ein No-Go, die Haare sollten frisch gewaschen, aber nicht gestylt sein. Auf das Haarefärben oder eine Dauerwelle gilt es drei bis fünf Tage vor der Behandlung zu verzichten.
Bei welcher Art von Haarausfall ist PRF ungeeignet?
Etwa wenn die Haarfollikel aufgrund einer Krankheit dauerhaft geschädigt sind, bei starkem und langanhaltendem Haarausfall sowie bei fortgeschrittenem erblich bedingtem Haarausfall.
Kann ich den Erfolg einer PRF-Behandlung unterstützen?
Das Medikament Minoxidil erweitert die Blutgefäße in der Kopfhaut, was die Versorgung der Haarfollikel mit Nährstoffen zusätzlich unterstützt. Die tägliche Einnahme gilt als effektive Begleittherapie. Kortisonhaltige Produkte dürfen nach einer PRF-Behandlung nicht auf die Kopfhaut gegeben werden.
Ist eine PRF-Behandlung schmerzhaft?
Das PRF verursacht keine Schmerzen oder Unannehmlichkeiten. Nur die Injektion selbst kann leicht schmerzhaft sein.
Wie viele Sitzungen sind nötig?
Das hängt vom individuellen Haarzustand ab sowie vom Wunschergebnis. Grob kann man sagen drei bis fünf Behandlungen im Abstand von vier bis sechs Wochen.
